Das Projekt
Unser langfristiges Projekt ist die (ursprünglich private) Primarschule in Bung. Im Erdbebenjahr 2015 haben wir die Mitglieder des Himchuli Youth Unity Clubs kennengelernt, die diese Schule mit 2 Klassen und 2 Lehrpersonen aus Spenden der Lokalbevölkerung gegründet haben und sie führten. Nach dem Erdbeben war dies nicht mehr möglich, weil diese Spenden fehlten. Mit Hilfe unserer Spenden und ihrer Eigenleistung konnte die Schule erweitert werden, so dass dort inzwischen 7 Klassen mit über 100 Kindern unterrichtet werden.
Die Schule wird neben uns auch von anderen Organisationen punktuell unterstützt (z.B. für eine kleine Bibliothek oder Schulinventar) und seit 2022 beteiligt sich auch die Regierung wieder an der Finanzierung der Gebäude, der Stützmauern sowie einen Teil der Löhne. Die restlichen Lehrerlöhne und bauliche Investitionen wie Gebäude, WC-Anlage, Spielplatz oder Stützmauern stammen von Himchuli Schweiz. Wir begleiten das lokale Team nun über viele Jahre und versuchen, mit den Lehrpersonen auch im pädagogisch-didaktischen Bereich neue Ideen zu erarbeiten. Dank ihrer aktuellen Grösse ist die Schule seit 2022 als Government School registriert.
Entwicklung
Schulgebäude




Klassenräume




Aktuelle Herausforderungen
Obwohl die Schule inzwischen gut ausgestattet und im Dorf etabliert ist, bleiben alte und neue Herausforderungen, die noch anzugehen sind:
- Das Schulgelände bietet inzwischen keinen Platz mehr für neue Gebäude und ist trotz aufwändiger Stützmauern starker Erosion ausgesetzt.
- Der unreflektierte Medienkonsum ist bei Kindern und Erwachsenen durch die Verbreitung von Smartphones stark gestiegen und führt zu Problemen.
- Die Lehrerlöhne müssen einerseits der Inflation angepasst werden, andererseits wächst mit der Schulgrösse die Zahl der benötigten Lehrerstellen. Durch die grosse Abwanderung in ländlichen Regionen Nepals ist die Suche nach geeigneten Lehrpersonen schwierig.




Hintergrund: Bung und der Himchuli Youth Unity Club
Der Ort Bung liegt auf 1800m Höhe in Solukumbu, im Osten Nepals. An den teilweise sehr steilen Berghängen liegen unzählige karge, terrassierte Felder, die in aufwändiger Handarbeit bewirtschaftet werden. Die Bevölkerung lebt in Streusiedlungen, vorwiegend von der Landwirtschaft. Die meisten gehören zum Volk der Kulung und praktizieren die Naturreligion Kirat. Sie sprechen Kulung und oft auch Nepali, daneben wenig Englisch.
Der lokale Verein setzt sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Bildung der Bevölkerung und Entwicklung der Region ein. Die Schule ist nur ein Teil davon. Die Bevölkerung lebt hauptsächlich von Selbstversorgung und die Abwanderung ist ein grosses Problem. Unter den Erwachsenen gibt es viele Analphabeten. Bis 2018 war Bung nur zu Fuss erreichbar, aber nun führt eine Strassenpiste bis zum Dorf – die grosse Hoffnung der Bevölkerung. Die Region soll zudem für sanften Tourismus besser erschlossen werden, und auch Internet hat Einzug gehalten – Chancen, aber auch grosse neue Herausforderungen, welche dem Verein vor Ort sehr am Herzen liegen.
Eine gute Ausbildung ist wichtiger denn je, insbesondere Englischkenntnisse, was in der staatlichen Schule mit über 70 Kindern pro Klasse aber nicht gewährleistet ist. Wir unterstützen diesen Verein, damit die Himchuli Basic School weitergeführt und ausgebaut werden kann. Aktuell werden 7 Klassen, von Kindergarten bis 5. Klasse, unterrichtet. Für die Zukunft ist ein Ausbau der Schule bis zur 8. Klasse wünschenswert, damit die Kinder die ganze Basisstufe an derselben Schule absolvieren könnten. Dies hängt jedoch stark von der finanziellen Unterstützung von aussen ab, weil neben den Gebäuden auch die Lehrerlöhne getragen werden müssen. Helfen Sie mit, der jungen Generation in dieser Landregion eine bessere Ausbildung zu ermöglichen.
Namaste! Willkommen!

Ich bin Kharijang Kulung Rai, Koordinator für das kleine Schulprojekt in Bung, meinem Heimatdorf in den Bergen Nepals. Gerne nehme ich Sie mit auf einen Ausflug dorthin!
Früher hatte ganz Bung nur eine einzige staatliche Schule mit Klassen von 70 Kindern und mehr, wodurch die Unterrichtsqualität stark leidet. Die kleinen Kinder müssen zudem sehr lange Schulwege in Kauf nehmen. Die Regierung kümmert sich wenig um solch ländliche Regionen, da sie dem Staat kaum etwas einbringen. Die staatliche Schule nimmt auch wenig Rücksicht auf die Sprache und Kultur der Kulung. Unter den Erwachsenen gibt es viele Analphabeten.
Vor einigen Jahren gründeten wir, 13 engagierte Einwohner, den Verein Himchuli Youth Unity Club mit den Zielen, der Bevölkerung die Bedeutung von Bildung näher zu bringen, Kulung Werte und Kultur zu vermitteln und das Bewusstsein für die Region zu stärken. 2011 starteten wir in der Folge mit einer eigenen kleinen Primarschule mit 2 Klassen, die wir aus lokalen Spenden finanzierten. Unser Wunsch war es, die ganze Primarstufe abzudecken.
Doch dann kam das Erdbeben im April 2015, das viele Häuser zerstörte. Der Tourismus in Nepal brach ein, wodurch viele von uns (Träger und Guides) arbeitslos wurden. Seither sind wir leider auf fremde Unterstützung angewiesen.
Trotzdem schauen wir positiv in die Zukunft.Heute (2024) stehen wir vor weiteren Herausforderungen. Viele junge Menschen verlassen die Region und es fehlt an Arbeitskräften, hauptsächlich in der Landwirtschaft, wodurch die Selbstversorgung oft nicht mehr möglich ist. Stattdessen verlassen sich viele Familien auf das Bargeld der ausgewanderten Familienmitglieder und kaufen importierte Konsumgüter. Die Ernährung ist nicht mehr ausgewogen, mit negativen Folgen für die Gesundheit. Es entsteht zusätzlich viel mehr Abfall, der nicht verwertet werden kann.
Weitere Themen sind der Medienkonsum und die Betreuung der alten Generation.
Unterwegs nach Bung (bis 2018)












Leben in Bung










Shree Himchuli Basic School: der Anfang (2016/17)



















Einweihungsfest und der Schulbetrieb (2017)






















