Nepalbesuch Februar 2020

Seit Kurzem sind wir zurück aus Nepal. Es war spannend, Kharijang und Asmitas Hochzeit in Bung miterleben zu dürfen. 2 Tage voller Zeremonien , essen , tanzen,, schlafen 😉 und wieder essen tanzen und Zeremonien.

Da normale Schulzeit war, konnten wir wieder einmal Schulstunden in vollem Gange mitverfolgen und erlebten auch, wie jeden Tag Familien Schottersteine, Balken oder Hirse brachten – Spenden für das neue Schulgebäude. Etwas mehr Information ist im Infobrief März 20 zu lesen (unter „aktuell“ ganz rechts an der Seite).

Dann möchten wir auch noch auf unsere nächsten Anlässe hinweisen:

Bildervortrag:
Bung, ein nepalesisches Bergdorf im Wandel 
Freitag 20. März 2020 um 19.30 Uhr (Dauer ca 1 bis 1.5 Stunde)
Begegnungszentrum Limi der kath. Pfarrei Greifensee (neben der Gemeindeverwaltung im alten Städtli)
Eintritt frei, Kollekte 

Generalversammlung:
Montag 20 April 19.00 Uhr in Stäfa, katholisches Pfarreizentrum.
GV mit anschliessenden Bildern über Aktuelles zum Schulbau und Hochzeit von Kharijang.
Man kann auch nur zum Bilderteil kommen (ca. 20.00).
GV Traktandenliste folgt später und wird nur an Mitglieder verschickt. Es sind aber alle Interessierten herzlich zur GV eingeladen.
Bitte um Anmeldung 

Nun hoffen wir, dass Ihr trotz Klimawandel und Coronavirus die sonnigen Tage und das erste Blühen geniessen könnt und freuen uns auf ein Wiedersehen.  

Kurz vor Schulbeginn am Morgen….
Schotter der von Familien in Heimarbeit hergestellt und gespendet wurde. Er dient als Fundament für die Mauern zwecks Erdbebensicherheit.
Kurz nach Baubeginn des neuen Schulgebäudes
…mit dem Hochzeitspaar Kharijang und Asmita und deren Schwester Susmita

Zurück von der Gruppenreise nach Bhaktapur und Bung

(Anfang Dezember 2019)

Der Monsun dauerte dieses Jahr einen ganzen Monat länger als andere Jahre. Aber gerade rechtzeitig für unsere Reise haben die täglichen Regen aufgehört. Die Folgen waren allerdings noch gut zu erkennen mit viele Erdrutschen quer über die Strasse und der eingebrochenen Stützmauer bei der Schule in Bung. Aber mehr dazu im Detail. 

Die Reise führte neben den Projekten auch zu kulturellen Stätten im Kathmandu Tal, und wir reisten mitten in der Zeit der grossen Festivals Dashain und Tihar, so dass wir die Tage beim wandern sehr genossen, um all die vielen Eindrücke zu verarbeiten. Die ganze Gruppe schätzte aber vorallem die herzliche grosszügige Gastfreundschaft der Nepali und die persönlichen Begegnungen in den Projekten. Darum ein riesiges Danke an unsere nepalesischen Freunde, die uns ein richtiges Zuhause fern der Heimat boten.

Zu den Projekten: (mehr Infos und Fotos siehe rechts unter Infobrief Nov 19 )

Potteryhome Bhaktapur

Die Gästezimmer sind fertig eingerichtet, ebenso wie der Workshop Raum im Erdgeschoss. Kurz nach unserer Abreise wurde auch die Küche so eingerichtet, dass Gäste sich nun selbst versorgen können. Der Blick von der Dachterrasse ist wunderschön. An klaren Tagen sieht man die Himalayagipfel hinter dem Pagodendach des Five -story -tempels. Rundum sind viele neue Wohnbauten entstanden. Doch in der Nachbarschaft zeugen immer noch wackelige Mauerreste vom Erdbeben von 2015. Die Regierung investiert nach wie vor viel in die Renovation der Tempelbauten, Strassenbeläge etc. denn 2020 soll Nepal Tourist Destination des Jahres werden. Für viele Nepali bleibt die Unterstützung zum Wiederaufbau bis heute aus.

Der Workshop Raum im Potteryhome wird rege genutzt. Nur eine Schulung der Töpfer selber mit neuen Techniken wie zB Glasieren ist noch nicht konkret geplant. Es fehlt dazu noch ein Brennofen für heissere Temperaturen. Aber alles Schritt um Schritt.

Auf dem Potterysquare lagen neu hunderte von Tonbechern zum trocknen. Wir wunderten uns , wofür man so viele ungebrannte Becher verwenden würde. Dies seien Einwegbecher für Take away coffee, erklärte man uns – Nepal ist sich wohl auch langsam des Abfallsproblems bewusst ! 😉

Der Potterysquare ist wirklich ein längerer Aufenthalt wert, sieht der Platz doch jeden Tag ein bisschen anders aus. Mal lagern Töpferwaren zum Trocknen, mal ist es Reis. Immer wieder ziehen traditionell gekleidete Musikgruppen vorbei oder tanzen gar bunt gekleidete Götter über den Platz an einem der vielen religiösen Feste. Unmittelbar daneben werden Tonsachen gebrannt, allerdings nur noch selten in der alten Technik mit Reisstroh. Und auch die riesigen alten Holzschwungräder der Handtöpfer sind bis auf eines verschwunden. Wie lange dieser auch bereits ältere Nepali wohl noch seine Tongefässe auf die alte traditionelle Weise herstellt?

Himchuli Schule Bung

Während unseres Aufenthaltes in Bung waren gerade Schulferien. Deshalb erlebten wir nicht den regulären Schulbetrieb. Jedoch zeugten diverse neue Unterrichtsmaterialen in den Zimmern von abwechslungsreicherem Unterricht als noch vor einem Jahr. Und das Lehrerteam ist motiviert und interessiert an Neuem. So verbrachten wir gemeinsam einen erlebnisreichen Spieltag mit über 90 Kindern. Nachdem nun alle wissen, wie es funktioniert, hoffen wir, dass das von uns mitgebrachte Spielmaterial auch nach unser Abreise rege genutzt wird.

Die Schule besteht zur Zeit aus knapp 120 Kindern, 5 Lehrpersonen und 1 jungen Assistent für die Nurserystufe.

Die Geländegestaltung ist wirklich gut gelungen und die Schulanlage wirkt nun viel einheitlicher.

Nur leider wurde die neue Stützmauer während den starken und langen Monsunregen unterspült und musste nochmals abgetragen werden, auch zur Sicherheit der Kinder . Sie wird nun in anderer Bauweise mit Steinkäfigen doppelt so dick wieder aufgebaut. Leider verursacht dies auch fast doppelt so hohe Kosten. Der Verein vor vor Ort versucht diese mit Beiträgen durch die lokale Regierung und Spenden zu decken. Wir haben bei Bedarf Unterstützung angeboten.

Der Bau des zusätzlichen Schulgebäudes hat sich deshalb um einige Zeit verzögert . Kharijang, unser Koordinator, ist im Moment vor Ort in Bung um bei der konkreten Planung zu helfen. Wir hoffen, dass der Bau bis zum neuen Schuljahr (ab April 2020) doch noch fertig erstellt werden kann.

Nebst der Bauplanung des Schulgebäudes wird Kharijang zusammen mit Himchuli Youth Unitiy Club aber noch einiges mehr planen, so zum Beispiel das Konzept für den Rescuefond (siehe Infobrief Nov 19 ) und nicht zuletzt seine eigene Hochzeit. Wir freuen uns sehr mit ihm über seine sympatische Partnerin Asmita, die auch aus Bung kommt.

News aus den Projekten Ende Mai 19

In den letzten 2 Monaten hat sich wieder einiges getan. Kurz nach dem letzten Infobrief (News Mai 19- siehe rechts) bekam ich weitere Fotos über die aktuelle Situation in Bung und Bhaktapur.

Bhaktapur

Die Saison lief erfreulich. Die Zimmer waren zwar nicht immer ganz ausgelastet, aber das war grad gut , denn so blieb Zeit für Unterrichten von Töpferkursen und die 2 Läden neben der Nachbarschaftshilfe, die in der Zeit der Festivals auch nicht zu unterschätzen ist. Wenn eine Stromkabel oder eine Hilfe beim Kochen fehlt oder ein Transport zum Besuch von Angehörigen nötig ist– immer ruft irgendjemand. Und weil unsere Freunde noch etwas unter dem Neid der Nachbarn zu leiden haben, aber auch weil sie früher viel mehr Zeit hatten und die Verfügbarkeit für die anderen zur Gewohnheit geworden ist, sind Sajan und Srijan oft helfend unterwegs.

Bald beginnt die Monsunsaison, dh weniger Touristen aber auch mehr Zeit für Administratives. So ist zB die Registrierung der Gästezimmer längst fällig ebenso wie das Erlernen der Handhabung des Computers für Buchhaltung der vielseitigen Geschäfte, die sie jetzt führen, wie auch Buchungen per Internet entgegennehmen, Werbung etc. Zum Glück bestehen bereits Ideen, wie sei dabei von Volunteers unterstützt werden.

Spannend war auch ein Anlass zum Gesundheitswesen: für einen ganzen Tag war der Pottery Square Schulungsschauplatz einer Gruppe von Krankenschwestern, die mit Theater und Tanz der meist ungebildeten älteren Bevölkerung Wissen über Hygiene, gesunde Ernährung etc. vermittelte.

In diesem Zusammenhang soll es neu auch eine Art staatliche Krankenkasse geben. Für ca 5 $ pro Person kann man sich für 1 Jahr versichern, worauf man im Krankheitsfall mit notwendiger medizinischer Hilfe 500 $ pauschal bekommt. Ebenso sollen ältere Personen eine einmalige Rente bekommen von ungefähr 1500 $.

Schulungsraum im Potteryhome

Bung

Der Bau der Stützmauern geht schnell voran nicht zuletzt Dank den „Freiwilligeneinsätzen“ der Eltern. Die Nähe der Strasse erleichtert nun viele Arbeiten, da zB auch Steine per Traktor angeliefert werden können. Es fehlt noch die untere Seite gegen die Schulgebäude. Die obere Mauer ist sehr hoch und wir sind froh, dass sie unter der Aufsicht von Fachpersonen gebaut wurde!

Das Schulprovisorium, welches ursprünglich auf dem Nachbargelände geplant gewesen wäre, wurde aus Sicherheitsgründen nun doch auf dem Spielareal errichtet. Der Schulweg oberhalb der hohen Mauer wäre für die Kinder einfach zu gefährlich gewesen.

Für das Schulprovisorium hat jede Familie eine Bambusmatte oder Stangen gespendet, so dass nur geringe Kosten entstanden sind.

Die Schule ist ins neue Schuljahr gestartet mit ca 117 Schüler/innen verteilt auf 5 Klassen, allerdings sehr unregelmässige Verteilung. Wir alle hoffen, dass diesmal die 5 Lehrpersonen und der Assistent während dem ganzen Jahr erhalten bleiben und hoffentlich auch in Zukunft.

Die Schule sei nun auch im letzten Schritt der Registirerung angelangt, was bedeutet, dass in absehbarer Zeit ein Teil der Löhne von der Mahakulung Rural Municipality übernommen wird.

Aber nach wie vor sind Ideen gefragt für die Eigenfinanzierung aller übrigen Löhne. Bis es jedoch so weit ist, wird es wohl noch einige Jahre dauern und solange werden wir dafür aufkommen. Wir werden im Oktober anlässlich meines nächsten Besuches weitere Ideen diesbezüglich diskutieren.

Nun hoffen wir, dass die Monsunsaison nicht zu viele Erdrutsche bringt.

Bis auf Weiteres

Kathrin Wild und Himchuli Team in der Schweiz und in Nepal

Jahresbericht und GV

Nach Kathrins Rückkehr aus Nepal vor 2 Wochen haben wir fleissig unsere GV geplant und den Jahresbericht 2018 verfasst ! Der Bericht findet sich hier oder im Menu rechts.

Das Potteryhome in Bhaktapur ist sehr schön geworden und steht kurz vor der Einweihung. In Bung hat die Strassenbaustelle die Schule erreicht und mit dem Bagger vor Ort konnte die lang fällige Geländeanpassungen vorgenommen werden.

Weitere Bilder und Berichte folgen…