Aktuell…

Sauerstoffflasche für Tansania

Eine Sauerstoffflasche für den Healthpost in Mulala, nähe Arusha

Nach dem Notruf unseres Bekannten Benedict Nassary haben wir kurzer Hand entschieden, eine Sauerstoffflasche und Zubehör zu spenden, da Abklärungen mit dem Arzt vor Ort ergaben, dass er dadurch wirklich Menschenleben retten könnte. Die Preise für solches medizinisches Material steigen im Moment rasant. Und bereits einen Tag nach der Geldüberweisung war der Preis 20 Sfr. höher, was Benedict dann ergänzend finanzierte.

Kaum war die Flasche gekauft und installiert, kam die Nachricht, der Präsident von Tansania sei gestorben. Was dies rund um Corona bedeutet, kann man noch nicht sagen. Aber es kann nur besser werden. 😉 Wie sich der Wechsel sonst auswirken wird, sei dahingestellt, denn der verstorbene Präsident hatte sich stark gegen Korruption eingesetzt. Bleibt zu hoffen, dass in allen Bereichen eine positive Wende eintritt.

Aktuelles aus Tansania und Nepal März 21

Während wir hier in der Schweiz immer noch mehr oder weniger im Lockdown sind, spielt sich das Leben in Nepal und Tansania relativ normal ab. Das heisst aber nicht, dass Corona dort nicht vorhanden wäre – im Gegenteil!
In Tansania gibt der Präsident lediglich zu, dass viele Menschen an „viraler Lungenentzündung“ sterben. Eine andere Bezeichnung dürfen selbst Aerzte nicht verwenden. Und Tests sind nie „positiv“, sondern „nicht negativ“.

In einem Dorf nähe Arusha, wo wir auch in direktem Kontakt stehen, sterben täglich viele Leute. Für die Bevölkerung ist klar, dass sie an Covid sterben. Wenn eine Person in der Familie erkrankt, ist es aber nicht erlaubt, dass der Rest in Quarantäne geht, da die Familie sonst offiziell bestraft wird. Todesfälle darf man nicht mehr öffentlich verkünden. Die Regierung verbietet jegliche Erwähnung von Covid. Selbst Healthposts bekommen keinerlei Unterstützung und können somit auch keine Sauerstoffflaschen erstehen. Wir versuchen nun Details zu erfahren, um wenigstens dabei behilflich zu sein. Die Lokalbevölkerung lindert so gut es geht die Beschwerden mit lokalen Heilmitteln wie Zitrone, Ingwer und diversen Tees.

In unserer Projektregion Mlola Ward sind dem lokalen Team zum Glück aber noch keine Fälle bekannt.
Die 2. Projektphase beim WC Bau kommt gut voran. Daneben unterstüzen wir nun auch die Renovation der WC Anlage einer Primarschule .Viele Infos zum ganzen Projekt in Tanzania gibt es neu unter dem Projekttitel WC Bau Tansania.

Aus Nepal hören wir vor allem von den Töpfern aus Bhaktapur. Das Leben läuft dort mehr oder weniger normal, einfach nach wie vor ohne Touristen, was ein riesiges Problem für viele Nepali darstellt, weil nach wie vor Einkommen fehlt.
Kharijang ist zur Zeit auch noch in der Stadt, da er und seine Frau Prüfungen ablegen und Arbeiten einreichen müssen am College bzw an der Uni. Oft besteht Stromunterbruch in Bung . Darum fehlt regelmässiger Infoaustausch. Für dieses Jahr ist der Bau eines Spiel/Sportplatzes geplant. Aber uns fehlt bisher noch die klare Projektvorstellung. Daneben läuft der Schulbetrieb normal weiter. Bald ist das Schuljahr zu Ende und nepalesisches Neujahr wird gefeiert.

Die ersten Lieferungen mit Impfstoff sind in Bung angekommen. Wie aber die Impfkampagne genau ablaufen wird und wer sie bezahlt, wissen wir nicht.
Wir merken, dass uns gerade von Bung diverse Infos und ein regelmässiger Austausch fehlt, um auch kritische Punkte diskutieren zu können. Sobald es die Coronasituation zulässt, werden wir wieder nach Nepal reisen. Aber dazu brauchen wir vorerst wohl noch etwas Geduld.

Wir wünschen Euch allen einen guten Frühlingsbeginn und weiterhin gute Gesundheit !

Schönes neues Jahr 2021 !

Wir wünschen allen viel Glück im neuen Jahr und gute Gesundheit im neuen Lockdown !
Hier ein paar Kurz-Infos aus unseren Projekten:

  • Von Kharijang haben wir erfahren, dass die Corona-Pandemie in Nepal trotz vergleichsweise wenig Ansteckungen umso schlimmere wirtschaftliche Folgen verursacht. Viele Menschen haben ohne Tourismus und durch Lockdown-Massnahmen ihr Einkommenen verloren, müssen aber für Mieten, Produkte und Lebensmittel oft überteuerte Preise zahlen.
    Nach längerem Aufenthalt in Kathmandu wird Khari nächste Woche wieder nach Bung reisen und dort nächste Projektschritte besprechen.
  • In Tansania wurde die erste Phase des WC-Projekts mit 20 WC-Bauten erfolgreich abgeschlossen und das Team vor Ort beginnt voller Motiviation mit der Vorbereitung der nächsten Phase.
    Momentan warten wir auf ihren Zwischenbericht.
  • Hier in der Schweiz sind wir fleissig administrativ tätig mit Buchhaltung, Jahresbericht und neuem Budget.
    Die Spendenbelege für die Steuererklärungen verschicken wir ca. Mitte Februar.

Auch diesmal wieder vielen Dank euch allen, vor allem den grosszügigen SpenderInnen der Weihnachtsaktion für die Tansania WCs (wir haben uns riesig gefreut!) und allen ein gutes 2021!

Infobrief November und „das etwas andere Weihnachtsgeschenk“

Seit August hat sich einiges getan: zum einen hat die Schule in Bung Ende Sept endlich den Unterrichtwieder aufnehmen können, allerdings nur als Repetitionsjahr und ohne neue Schüler. Zu viele Monate sind ausgefallen, denn die Coronasituation in Nepal ist leider alles andere als entspannt.
Andererseits haben wir ein neues Projekt aufgenommen!

Aber zu all diesen Themen mehr im aktuellen Infobrief (pdf) .

Sucht ihr noch ein sinnvolles Geschenk für Weihnachten?
Wie wär‘s mit einem WC für eine von Armut betroffenen Familie?
Vielleicht schliesst ihr euch zusammen als Familie oder als Arbeitsteam, als Verein oder einfach mit
Freunden… Hier findet ihr alle Angaben auf dem Flyer:

Euch allen viel Zuversicht und Licht in dieser bewegten Zeit.
Bleibt weiterhin gesund!

Schulhausdach fertig!

Wie wir gerade von Kharijang erfahren haben, konnte das Schulhausdach vor kurzem fertiggestellt werden ! Jetzt kann der Innenausbau stattfinden.

Die öffentlichen Schulen sind nach wie vor geschlossen wegen Corona. Leider steigen zur Zeit auch die Fallzahlen in den Städten markant an. Hoffen wir, dass die ländlichen Regionen verschont bleiben. Sie haben schon mit heftigem Monsun zu kämpfen…

Infobrief August & GV 2020

Wie im neuen Infobrief beschrieben, stagniert das Leben in Nepal seit dem Lockdown von März mehr oder weniger noch immer, und niemand weiss so richtig, wann und wie es weitergeht. Trotzdem hat Kat nochmal alles zusammengefasst, was wir in den letzten Monaten von unseren Freunden erfahren haben, und wir wünschen euch eine interessante Lektüre !

Ausserdem haben wir nun das Datum für unsere verschobene GV festgelegt: sie findet am Donnerstag, den 24. September um 19.30 Uhr im Raum „Regula“ der katholischen Kirche in Stäfa statt. Im Anschluss (ca. 20:30) zeigen wir Bilder unserer Reise vom Februar mit Hochzeit von Kharijang und Asmita in Bung.
Alle sind willkommen – coronabedingt bitten wir aber um Anmeldung!
(Einladung und Traktandenliste für Mitglieder folgen…)

Wir wünschen euch schöne Sommertage trotz Corona- und Klima-Krise, und freuen uns auf ein Wiedersehen!

Nachtrag zum Infobrief April 20

Die Situation in Nepal verschlimmert sich fast täglich, nicht wegen Coronaerkrankten selber sondern auf Grund der Folgen des Lockdown.

Weil Transporte ausfallen, fehlen Lebensmittel. So schreibt Khari, dass sie schon seit einer Woche kaum Früchte und Gemüse mehr bekommen. Und wenn, dann nur zu total überteuertem Preis. Lebensmittel wie Reis und Linsen für Dhal Baat seien noch genug da, aber die Ernährung werde immer einseitiger. Auch er leistet nun Freiwilligenarbeit im Auftrag der Mahakulung Rural Municipality (die Regierung ihres Volksstamms). In Kathmandu leben über 3000 Kulung, die er nun anrufen und abklären muss, ob sie Lebensmittelunterstützung brauchen, denn viele von ihnen haben zur Zeit kein Einkommen. Die Regierung klärt gerade ab, wie die Direkthilfe finanziert und organisiert werden könnte. Ebenso wird Transportmöglichkeit organisiert für Leute, die in ihre Dörfer zurückkehren wollten, da dort einerseits noch mehr Lebensmittel vom Feld zur Verfügung stehen, andererseits die Arbeitskräfte dringend benötigt werden für anstehende Feldarbeit. Der Andrang ist gross, alle wollen möglichst mit der ersten Busladung reisen. Auch da ist Kharijangs Freiwilligeneinsatz und Organisationstalent gefragt. Er ist non-stop am Telefon. Dank seinem grossen Netzwerk hat er bereits weitere Freiwillige mobilisiert, die zusammen mit Healthworkern die Rückkehrer bei der Ankunft registrieren und kontrollieren auf gesundheitliche Probleme. Alle müssen zwei Wochen in Heimquarantäne bleiben bzw kommen ins Quarantänecamp, ein Militärcamp etwas abseits zwischen Bung und Cheskam gelegen. Die Angst, dass Rückkehrer nun Corona in die Dörfer verschleppen, ist berechtigterweise gross. Was geschieht, wenn dort die Pandemie wirklich ausbricht sei dahingestellt, denn Nottransporte in die Stadt kann sich kaum einer leisten und die kleine Klinik in Bung hat wohl seit November einen permanent anwesenden Arzt, aber keine Intensivstation.

In Bung wurde auch der Schulhausbau wieder aufgenommen. Allerdings können zur Zeit keine
Wellbleche für das Dach und kein Zement geliefert werden. Hält der Lockdown an, beginnt bereits die Monsunsaison, was wegen der schlechten Strassenpisten die Transporte zusätzlich erschweren und ebenso wie die Produkte selber stark verteuern wird.

Wie genau die wirtschaftlichen Folgen für die Bevölkerung in nächster Zukunft aussieht, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzbar. Aber durch ausbleibenden Tourismus werden grosse Probleme entstehen, die viele an die Existenzgrenze bringen. Unsere einzige Hoffnung bleibt, dass die ländlichen Gegenden als Wohnort wieder einen Aufschwung erleben, jetzt wo auch das Strassennetz grösser und die medizinische Versorgung etwas besser geworden ist. In den letzten Jahren vernachlässigte Felder könnten wieder bewirtschaftet und so mindestens die Ernährung etwas gesichert werden.

In Bhaktapur ist es auch ruhig ohne die ganzen Festivals. Die Regierung ist mit viel Polizeipräsenz sehr darauf bedacht, dass keine Menschenansammlungen entstehen. Der vorübergehende Gemüsemarkt auf dem Potterysquare ist deshalb auch bereits wieder aufgehoben worden, da zu viele Menschen aus anderen Quartieren zum einkaufen gekommen seien.

Nepalbesuch Februar 2020

Seit Kurzem sind wir zurück aus Nepal. Es war spannend, Kharijang und Asmitas Hochzeit in Bung miterleben zu dürfen. 2 Tage voller Zeremonien , essen , tanzen,, schlafen 😉 und wieder essen tanzen und Zeremonien.

Da normale Schulzeit war, konnten wir wieder einmal Schulstunden in vollem Gange mitverfolgen und erlebten auch, wie jeden Tag Familien Schottersteine, Balken oder Hirse brachten – Spenden für das neue Schulgebäude. Etwas mehr Information ist im Infobrief März 20 zu lesen (unter „aktuell“ ganz rechts an der Seite).

Dann möchten wir auch noch auf unsere nächsten Anlässe hinweisen:

Bildervortrag:
Bung, ein nepalesisches Bergdorf im Wandel 
Freitag 20. März 2020 um 19.30 Uhr (Dauer ca 1 bis 1.5 Stunde)
Begegnungszentrum Limi der kath. Pfarrei Greifensee (neben der Gemeindeverwaltung im alten Städtli)
Eintritt frei, Kollekte 

Auf unbekanntes Datum verschoben: Generalversammlung:
Montag 20 April 19.00 Uhr in Stäfa, katholisches Pfarreizentrum.
GV mit anschliessenden Bildern über Aktuelles zum Schulbau und Hochzeit von Kharijang.
Man kann auch nur zum Bilderteil kommen (ca. 20.00).
GV Traktandenliste folgt später und wird nur an Mitglieder verschickt. Es sind aber alle Interessierten herzlich zur GV eingeladen.
Bitte um Anmeldung 

Nun hoffen wir, dass Ihr trotz Klimawandel und Coronavirus die sonnigen Tage und das erste Blühen geniessen könnt und freuen uns auf ein Wiedersehen.  

Kurz vor Schulbeginn am Morgen….
Schotter der von Familien in Heimarbeit hergestellt und gespendet wurde. Er dient als Fundament für die Mauern zwecks Erdbebensicherheit.
Kurz nach Baubeginn des neuen Schulgebäudes
…mit dem Hochzeitspaar Kharijang und Asmita und deren Schwester Susmita

Zurück von der Gruppenreise nach Bhaktapur und Bung

(Anfang Dezember 2019)

Der Monsun dauerte dieses Jahr einen ganzen Monat länger als andere Jahre. Aber gerade rechtzeitig für unsere Reise haben die täglichen Regen aufgehört. Die Folgen waren allerdings noch gut zu erkennen mit viele Erdrutschen quer über die Strasse und der eingebrochenen Stützmauer bei der Schule in Bung. Aber mehr dazu im Detail. 

Die Reise führte neben den Projekten auch zu kulturellen Stätten im Kathmandu Tal, und wir reisten mitten in der Zeit der grossen Festivals Dashain und Tihar, so dass wir die Tage beim wandern sehr genossen, um all die vielen Eindrücke zu verarbeiten. Die ganze Gruppe schätzte aber vorallem die herzliche grosszügige Gastfreundschaft der Nepali und die persönlichen Begegnungen in den Projekten. Darum ein riesiges Danke an unsere nepalesischen Freunde, die uns ein richtiges Zuhause fern der Heimat boten.

Zu den Projekten: (mehr Infos und Fotos siehe rechts unter Infobrief Nov 19 )

Potteryhome Bhaktapur

Die Gästezimmer sind fertig eingerichtet, ebenso wie der Workshop Raum im Erdgeschoss. Kurz nach unserer Abreise wurde auch die Küche so eingerichtet, dass Gäste sich nun selbst versorgen können. Der Blick von der Dachterrasse ist wunderschön. An klaren Tagen sieht man die Himalayagipfel hinter dem Pagodendach des Five -story -tempels. Rundum sind viele neue Wohnbauten entstanden. Doch in der Nachbarschaft zeugen immer noch wackelige Mauerreste vom Erdbeben von 2015. Die Regierung investiert nach wie vor viel in die Renovation der Tempelbauten, Strassenbeläge etc. denn 2020 soll Nepal Tourist Destination des Jahres werden. Für viele Nepali bleibt die Unterstützung zum Wiederaufbau bis heute aus.

Der Workshop Raum im Potteryhome wird rege genutzt. Nur eine Schulung der Töpfer selber mit neuen Techniken wie zB Glasieren ist noch nicht konkret geplant. Es fehlt dazu noch ein Brennofen für heissere Temperaturen. Aber alles Schritt um Schritt.

Auf dem Potterysquare lagen neu hunderte von Tonbechern zum trocknen. Wir wunderten uns , wofür man so viele ungebrannte Becher verwenden würde. Dies seien Einwegbecher für Take away coffee, erklärte man uns – Nepal ist sich wohl auch langsam des Abfallsproblems bewusst ! 😉

Der Potterysquare ist wirklich ein längerer Aufenthalt wert, sieht der Platz doch jeden Tag ein bisschen anders aus. Mal lagern Töpferwaren zum Trocknen, mal ist es Reis. Immer wieder ziehen traditionell gekleidete Musikgruppen vorbei oder tanzen gar bunt gekleidete Götter über den Platz an einem der vielen religiösen Feste. Unmittelbar daneben werden Tonsachen gebrannt, allerdings nur noch selten in der alten Technik mit Reisstroh. Und auch die riesigen alten Holzschwungräder der Handtöpfer sind bis auf eines verschwunden. Wie lange dieser auch bereits ältere Nepali wohl noch seine Tongefässe auf die alte traditionelle Weise herstellt?

Himchuli Schule Bung

Während unseres Aufenthaltes in Bung waren gerade Schulferien. Deshalb erlebten wir nicht den regulären Schulbetrieb. Jedoch zeugten diverse neue Unterrichtsmaterialen in den Zimmern von abwechslungsreicherem Unterricht als noch vor einem Jahr. Und das Lehrerteam ist motiviert und interessiert an Neuem. So verbrachten wir gemeinsam einen erlebnisreichen Spieltag mit über 90 Kindern. Nachdem nun alle wissen, wie es funktioniert, hoffen wir, dass das von uns mitgebrachte Spielmaterial auch nach unser Abreise rege genutzt wird.

Die Schule besteht zur Zeit aus knapp 120 Kindern, 5 Lehrpersonen und 1 jungen Assistent für die Nurserystufe.

Die Geländegestaltung ist wirklich gut gelungen und die Schulanlage wirkt nun viel einheitlicher.

Nur leider wurde die neue Stützmauer während den starken und langen Monsunregen unterspült und musste nochmals abgetragen werden, auch zur Sicherheit der Kinder . Sie wird nun in anderer Bauweise mit Steinkäfigen doppelt so dick wieder aufgebaut. Leider verursacht dies auch fast doppelt so hohe Kosten. Der Verein vor vor Ort versucht diese mit Beiträgen durch die lokale Regierung und Spenden zu decken. Wir haben bei Bedarf Unterstützung angeboten.

Der Bau des zusätzlichen Schulgebäudes hat sich deshalb um einige Zeit verzögert . Kharijang, unser Koordinator, ist im Moment vor Ort in Bung um bei der konkreten Planung zu helfen. Wir hoffen, dass der Bau bis zum neuen Schuljahr (ab April 2020) doch noch fertig erstellt werden kann.

Nebst der Bauplanung des Schulgebäudes wird Kharijang zusammen mit Himchuli Youth Unitiy Club aber noch einiges mehr planen, so zum Beispiel das Konzept für den Rescuefond (siehe Infobrief Nov 19 ) und nicht zuletzt seine eigene Hochzeit. Wir freuen uns sehr mit ihm über seine sympatische Partnerin Asmita, die auch aus Bung kommt.

News aus den Projekten Ende Mai 19

In den letzten 2 Monaten hat sich wieder einiges getan. Kurz nach dem letzten Infobrief (News Mai 19- siehe rechts) bekam ich weitere Fotos über die aktuelle Situation in Bung und Bhaktapur.

Bhaktapur

Die Saison lief erfreulich. Die Zimmer waren zwar nicht immer ganz ausgelastet, aber das war grad gut , denn so blieb Zeit für Unterrichten von Töpferkursen und die 2 Läden neben der Nachbarschaftshilfe, die in der Zeit der Festivals auch nicht zu unterschätzen ist. Wenn eine Stromkabel oder eine Hilfe beim Kochen fehlt oder ein Transport zum Besuch von Angehörigen nötig ist– immer ruft irgendjemand. Und weil unsere Freunde noch etwas unter dem Neid der Nachbarn zu leiden haben, aber auch weil sie früher viel mehr Zeit hatten und die Verfügbarkeit für die anderen zur Gewohnheit geworden ist, sind Sajan und Srijan oft helfend unterwegs.

Bald beginnt die Monsunsaison, dh weniger Touristen aber auch mehr Zeit für Administratives. So ist zB die Registrierung der Gästezimmer längst fällig ebenso wie das Erlernen der Handhabung des Computers für Buchhaltung der vielseitigen Geschäfte, die sie jetzt führen, wie auch Buchungen per Internet entgegennehmen, Werbung etc. Zum Glück bestehen bereits Ideen, wie sei dabei von Volunteers unterstützt werden.

Spannend war auch ein Anlass zum Gesundheitswesen: für einen ganzen Tag war der Pottery Square Schulungsschauplatz einer Gruppe von Krankenschwestern, die mit Theater und Tanz der meist ungebildeten älteren Bevölkerung Wissen über Hygiene, gesunde Ernährung etc. vermittelte.

In diesem Zusammenhang soll es neu auch eine Art staatliche Krankenkasse geben. Für ca 5 $ pro Person kann man sich für 1 Jahr versichern, worauf man im Krankheitsfall mit notwendiger medizinischer Hilfe 500 $ pauschal bekommt. Ebenso sollen ältere Personen eine einmalige Rente bekommen von ungefähr 1500 $.

Schulungsraum im Potteryhome

Bung

Der Bau der Stützmauern geht schnell voran nicht zuletzt Dank den „Freiwilligeneinsätzen“ der Eltern. Die Nähe der Strasse erleichtert nun viele Arbeiten, da zB auch Steine per Traktor angeliefert werden können. Es fehlt noch die untere Seite gegen die Schulgebäude. Die obere Mauer ist sehr hoch und wir sind froh, dass sie unter der Aufsicht von Fachpersonen gebaut wurde!

Das Schulprovisorium, welches ursprünglich auf dem Nachbargelände geplant gewesen wäre, wurde aus Sicherheitsgründen nun doch auf dem Spielareal errichtet. Der Schulweg oberhalb der hohen Mauer wäre für die Kinder einfach zu gefährlich gewesen.

Für das Schulprovisorium hat jede Familie eine Bambusmatte oder Stangen gespendet, so dass nur geringe Kosten entstanden sind.

Die Schule ist ins neue Schuljahr gestartet mit ca 117 Schüler/innen verteilt auf 5 Klassen, allerdings sehr unregelmässige Verteilung. Wir alle hoffen, dass diesmal die 5 Lehrpersonen und der Assistent während dem ganzen Jahr erhalten bleiben und hoffentlich auch in Zukunft.

Die Schule sei nun auch im letzten Schritt der Registirerung angelangt, was bedeutet, dass in absehbarer Zeit ein Teil der Löhne von der Mahakulung Rural Municipality übernommen wird.

Aber nach wie vor sind Ideen gefragt für die Eigenfinanzierung aller übrigen Löhne. Bis es jedoch so weit ist, wird es wohl noch einige Jahre dauern und solange werden wir dafür aufkommen. Wir werden im Oktober anlässlich meines nächsten Besuches weitere Ideen diesbezüglich diskutieren.

Nun hoffen wir, dass die Monsunsaison nicht zu viele Erdrutsche bringt.

Bis auf Weiteres

Kathrin Wild und Himchuli Team in der Schweiz und in Nepal