Aktuell…

Infobrief 2022, kurz vor Abreise nach Tanzania…

Voller Vorfreude sitzen wir 3 (Kat, Philipp und Christine) schon fast auf unseren gepackten Koffern (und Hilfsgütern) und hoffen, dass mit dem Flug alles klappt und wir gut in Tanzania von Hamza empfangen werden. Wir werden sehen, und euch von der Projektreise berichten!

Aber davor gibt es endlich wieder einmal einen Infobrief zu allen unseren Himchuli-Projekten dieses Jahr (siehe PDF rechts oben). Die aktuellen Bilder auf den beiden Foto-Seiten illustrieren die Fortschritte beim WC-Bau im Mlola-Ward und beim Mauer-Bau in Bung.

Leider durchleben Sajan und Srijan gerade eine schwierige Zeit, und Kat telefoniert regelmässig, um zuhörend und beratend zu helfen.

Viele weitere News und Details finden sich im Infobrief!

Jetzt wünschen wir Euch schöne Sommertage und werden schon bald wieder von uns hören lassen… bis dann und nach wie vor vielen Dank für Euere Unterstützung!

Es hat sich viel getan in den letzten Monaten…und Ausblick auf 2022

In Nepal:

Es war schnell klar, dass auch dieser Herbst eine weitere Hauptsaison praktisch ohne Touristen wird. Darum haben wir Sajan, den Töpfer vom Potteryhome in Bhaktapur, kurzentschlossen in die Schweiz eingeladen (auf Privatkosten von Familie Wild Färber) um hier Glasurtechniken zu erlernen. Nach vielen bürokratischen Hürden haben wir es geschafft und Sajan traf am 3. Nov in der Schweiz ein. Es folgten spannende, lehrreiche Wochen, die durch einen traurigen Zwischenfall in der Familie in Nepal leider viel zu früh abgebrochen werden mussten. Mehr dazu findet ihr in den Fotos und im Infobericht (rechts).

Die Schule in Bung ist bis heute offen, auch wenn in anderen Teilen Nepals die Schulen wegen Covid bereits wieder geschlossen werden müssen. Glücklicherweise ist Covid in Bung zur Zeit kaum vorhanden. Aber die Bevölkerung ist vorsichtig, va was Besuche von Leuten aus der Stadt oder gar Rückkehrer aus Indien anbelangt.

Da sich die finanzielle Situation für die Menschen in den Dörfern nicht verändert hat, leisteten wir im September, gerade rechtzeitig vor den grossen Dashein Feiertagen, nochmals Lebensmittel-Nothilfe und schenkten den Schulkindern neue Trainer. Auch dazu mehr Infos rechts in Newsletter und Fotos.

In Tansania

reiht sich ein Projekt ans andere. Das Team vor Ort arbeitet unglaublich effizient. So sind bis Ende Jahr 60 WCs erstellt worden und daneben auch die ganze Toilettenanlage der Ikoi Primary School ebenso wie diejenige des Mlola Health Centers. Das Team plant nun für das Jahr 2022 100 weitere WCs für Familien. Die Menschen in den begünstigten Dörfern sind stolz und glücklich, dass sie jetzt nicht mehr als so rückständig gelten und sich nun durch bessere Toiletten und Wissen über Hygiene auch die Gesundheitssituation verbessert. Erste Erfolge zeigen sich bereits in den Weilern, die 2021 begünstigt worden sind (Fotos).

Natürlich sind wir froh um weitere Unterstützung , damit wir die 100 WCs bis Ende Jahr auch finanzieren können. Herzlichen Dank im Voraus!

Wer sich interessiert für das Projekt hat im Sommer 2022 auch Gelegenheit, auf die Projektreise mitzukommen. Wir planen eine dreiwöchige Tour – auch für uns wird es das erste Mal vor Ort sein. Noch 2 bis 3 Plätze sind frei, der Reiseplan noch nicht genau definiert. Es wird eine expeditionsartige Reise, da sie grösstenteils in einer nicht von Tourismus erschlossenen Gegend stattfindet. Dafür stehen zwischenmenschliche Begegnungen mit der Lokalbevölkerung im Vordergrund! Und auch ein Besuch in einem kleinen Nationalpark, wo wir mit Glück auch die berühmten afrikanischen Grosstiere sehen (siehe auch Newsletter).

An dieser Stelle nun einen riesigen Dank an all die vielen Menschen, die uns bisher treu und grosszügig unterstützt haben, gerade zum Jahresende auch wieder. Ohne euch wäre all dies nicht möglich 🙂

Auch dir liebe/r LeserIn alles Gute und viel Zuversicht für s noch junge Jahr 2022!! Schön bist du da!

Nothilfe für Bung…

In Bung gibt es zur Zeit kaum Obst und nur wenig Gemüse. Und selbst Grundnahrungsmittel kosten viel. Im Austausch mit dem Team vor Ort haben wir uns deshalb kurzerhand dazu entschlossen, Lebensmittel-Nothilfe zu verteilen im Umfeld unserer Schule, an alle 70 Familien, die 6 Lehrpersonen und 15 alleinstehende Senioren in der Nachbarschaft.

Und in seiner effizienten Art konnte Kharijang wenige Tage nach Erhalt unseres Transfers die versprochenen Lebensmittel organisieren und in Bung zur Abholung bereitstellen ! Er meint, mit dieser Unterstützung wären die Familien für 2 Monate entlastet. (30 kg Reis, 4 kg Linsen, 3 Liter Oel, 4 Stück Seife). Falls die Situation sich nicht ändert, werden wir im August oder September die Aktion wiederholen.

Zur Aktion schreibt Kharijang:

Parents were so happy to have this relief. They said we are so happy -tell all supporters. Thank you very much for your help. We did it maintaining social distances. 😉

Im neuen Infobrrief (siehe Link rechts) findet ihr weitere Details, auch zum Stand der Projekte in Tansania…

Liebe Grüsse und vielen Dank für euere grosszüige Unterstützung !

Sauerstoffflasche für Tansania

Eine Sauerstoffflasche für den Healthpost in Mulala, nähe Arusha

Nach dem Notruf unseres Bekannten Benedict Nassary haben wir kurzer Hand entschieden, eine Sauerstoffflasche und Zubehör zu spenden, da Abklärungen mit dem Arzt vor Ort ergaben, dass er dadurch wirklich Menschenleben retten könnte. Die Preise für solches medizinisches Material steigen im Moment rasant. Und bereits einen Tag nach der Geldüberweisung war der Preis 20 Sfr. höher, was Benedict dann ergänzend finanzierte.

Kaum war die Flasche gekauft und installiert, kam die Nachricht, der Präsident von Tansania sei gestorben. Was dies rund um Corona bedeutet, kann man noch nicht sagen. Aber es kann nur besser werden. 😉 Wie sich der Wechsel sonst auswirken wird, sei dahingestellt, denn der verstorbene Präsident hatte sich stark gegen Korruption eingesetzt. Bleibt zu hoffen, dass in allen Bereichen eine positive Wende eintritt.

Aktuelles aus Tansania und Nepal März 21

Während wir hier in der Schweiz immer noch mehr oder weniger im Lockdown sind, spielt sich das Leben in Nepal und Tansania relativ normal ab. Das heisst aber nicht, dass Corona dort nicht vorhanden wäre – im Gegenteil!
In Tansania gibt der Präsident lediglich zu, dass viele Menschen an „viraler Lungenentzündung“ sterben. Eine andere Bezeichnung dürfen selbst Aerzte nicht verwenden. Und Tests sind nie „positiv“, sondern „nicht negativ“.

In einem Dorf nähe Arusha, wo wir auch in direktem Kontakt stehen, sterben täglich viele Leute. Für die Bevölkerung ist klar, dass sie an Covid sterben. Wenn eine Person in der Familie erkrankt, ist es aber nicht erlaubt, dass der Rest in Quarantäne geht, da die Familie sonst offiziell bestraft wird. Todesfälle darf man nicht mehr öffentlich verkünden. Die Regierung verbietet jegliche Erwähnung von Covid. Selbst Healthposts bekommen keinerlei Unterstützung und können somit auch keine Sauerstoffflaschen erstehen. Wir versuchen nun Details zu erfahren, um wenigstens dabei behilflich zu sein. Die Lokalbevölkerung lindert so gut es geht die Beschwerden mit lokalen Heilmitteln wie Zitrone, Ingwer und diversen Tees.

In unserer Projektregion Mlola Ward sind dem lokalen Team zum Glück aber noch keine Fälle bekannt.
Die 2. Projektphase beim WC Bau kommt gut voran. Daneben unterstüzen wir nun auch die Renovation der WC Anlage einer Primarschule .Viele Infos zum ganzen Projekt in Tanzania gibt es neu unter dem Projekttitel WC Bau Tansania.

Aus Nepal hören wir vor allem von den Töpfern aus Bhaktapur. Das Leben läuft dort mehr oder weniger normal, einfach nach wie vor ohne Touristen, was ein riesiges Problem für viele Nepali darstellt, weil nach wie vor Einkommen fehlt.
Kharijang ist zur Zeit auch noch in der Stadt, da er und seine Frau Prüfungen ablegen und Arbeiten einreichen müssen am College bzw an der Uni. Oft besteht Stromunterbruch in Bung . Darum fehlt regelmässiger Infoaustausch. Für dieses Jahr ist der Bau eines Spiel/Sportplatzes geplant. Aber uns fehlt bisher noch die klare Projektvorstellung. Daneben läuft der Schulbetrieb normal weiter. Bald ist das Schuljahr zu Ende und nepalesisches Neujahr wird gefeiert.

Die ersten Lieferungen mit Impfstoff sind in Bung angekommen. Wie aber die Impfkampagne genau ablaufen wird und wer sie bezahlt, wissen wir nicht.
Wir merken, dass uns gerade von Bung diverse Infos und ein regelmässiger Austausch fehlt, um auch kritische Punkte diskutieren zu können. Sobald es die Coronasituation zulässt, werden wir wieder nach Nepal reisen. Aber dazu brauchen wir vorerst wohl noch etwas Geduld.

Wir wünschen Euch allen einen guten Frühlingsbeginn und weiterhin gute Gesundheit !

Schönes neues Jahr 2021 !

Wir wünschen allen viel Glück im neuen Jahr und gute Gesundheit im neuen Lockdown !
Hier ein paar Kurz-Infos aus unseren Projekten:

  • Von Kharijang haben wir erfahren, dass die Corona-Pandemie in Nepal trotz vergleichsweise wenig Ansteckungen umso schlimmere wirtschaftliche Folgen verursacht. Viele Menschen haben ohne Tourismus und durch Lockdown-Massnahmen ihr Einkommenen verloren, müssen aber für Mieten, Produkte und Lebensmittel oft überteuerte Preise zahlen.
    Nach längerem Aufenthalt in Kathmandu wird Khari nächste Woche wieder nach Bung reisen und dort nächste Projektschritte besprechen.
  • In Tansania wurde die erste Phase des WC-Projekts mit 20 WC-Bauten erfolgreich abgeschlossen und das Team vor Ort beginnt voller Motiviation mit der Vorbereitung der nächsten Phase.
    Momentan warten wir auf ihren Zwischenbericht.
  • Hier in der Schweiz sind wir fleissig administrativ tätig mit Buchhaltung, Jahresbericht und neuem Budget.
    Die Spendenbelege für die Steuererklärungen verschicken wir ca. Mitte Februar.

Auch diesmal wieder vielen Dank euch allen, vor allem den grosszügigen SpenderInnen der Weihnachtsaktion für die Tansania WCs (wir haben uns riesig gefreut!) und allen ein gutes 2021!

Infobrief November und „das etwas andere Weihnachtsgeschenk“

Seit August hat sich einiges getan: zum einen hat die Schule in Bung Ende Sept endlich den Unterrichtwieder aufnehmen können, allerdings nur als Repetitionsjahr und ohne neue Schüler. Zu viele Monate sind ausgefallen, denn die Coronasituation in Nepal ist leider alles andere als entspannt.
Andererseits haben wir ein neues Projekt aufgenommen!

Aber zu all diesen Themen mehr im aktuellen Infobrief (pdf) .

Sucht ihr noch ein sinnvolles Geschenk für Weihnachten?
Wie wär‘s mit einem WC für eine von Armut betroffenen Familie?
Vielleicht schliesst ihr euch zusammen als Familie oder als Arbeitsteam, als Verein oder einfach mit
Freunden… Hier findet ihr alle Angaben auf dem Flyer:

Euch allen viel Zuversicht und Licht in dieser bewegten Zeit.
Bleibt weiterhin gesund!

Schulhausdach fertig!

Wie wir gerade von Kharijang erfahren haben, konnte das Schulhausdach vor kurzem fertiggestellt werden ! Jetzt kann der Innenausbau stattfinden.

Die öffentlichen Schulen sind nach wie vor geschlossen wegen Corona. Leider steigen zur Zeit auch die Fallzahlen in den Städten markant an. Hoffen wir, dass die ländlichen Regionen verschont bleiben. Sie haben schon mit heftigem Monsun zu kämpfen…

Infobrief August & GV 2020

Wie im neuen Infobrief beschrieben, stagniert das Leben in Nepal seit dem Lockdown von März mehr oder weniger noch immer, und niemand weiss so richtig, wann und wie es weitergeht. Trotzdem hat Kat nochmal alles zusammengefasst, was wir in den letzten Monaten von unseren Freunden erfahren haben, und wir wünschen euch eine interessante Lektüre !

Ausserdem haben wir nun das Datum für unsere verschobene GV festgelegt: sie findet am Donnerstag, den 24. September um 19.30 Uhr im Raum „Regula“ der katholischen Kirche in Stäfa statt. Im Anschluss (ca. 20:30) zeigen wir Bilder unserer Reise vom Februar mit Hochzeit von Kharijang und Asmita in Bung.
Alle sind willkommen – coronabedingt bitten wir aber um Anmeldung!
(Einladung und Traktandenliste für Mitglieder folgen…)

Wir wünschen euch schöne Sommertage trotz Corona- und Klima-Krise, und freuen uns auf ein Wiedersehen!

Nachtrag zum Infobrief April 20

Die Situation in Nepal verschlimmert sich fast täglich, nicht wegen Coronaerkrankten selber sondern auf Grund der Folgen des Lockdown.

Weil Transporte ausfallen, fehlen Lebensmittel. So schreibt Khari, dass sie schon seit einer Woche kaum Früchte und Gemüse mehr bekommen. Und wenn, dann nur zu total überteuertem Preis. Lebensmittel wie Reis und Linsen für Dhal Baat seien noch genug da, aber die Ernährung werde immer einseitiger. Auch er leistet nun Freiwilligenarbeit im Auftrag der Mahakulung Rural Municipality (die Regierung ihres Volksstamms). In Kathmandu leben über 3000 Kulung, die er nun anrufen und abklären muss, ob sie Lebensmittelunterstützung brauchen, denn viele von ihnen haben zur Zeit kein Einkommen. Die Regierung klärt gerade ab, wie die Direkthilfe finanziert und organisiert werden könnte. Ebenso wird Transportmöglichkeit organisiert für Leute, die in ihre Dörfer zurückkehren wollten, da dort einerseits noch mehr Lebensmittel vom Feld zur Verfügung stehen, andererseits die Arbeitskräfte dringend benötigt werden für anstehende Feldarbeit. Der Andrang ist gross, alle wollen möglichst mit der ersten Busladung reisen. Auch da ist Kharijangs Freiwilligeneinsatz und Organisationstalent gefragt. Er ist non-stop am Telefon. Dank seinem grossen Netzwerk hat er bereits weitere Freiwillige mobilisiert, die zusammen mit Healthworkern die Rückkehrer bei der Ankunft registrieren und kontrollieren auf gesundheitliche Probleme. Alle müssen zwei Wochen in Heimquarantäne bleiben bzw kommen ins Quarantänecamp, ein Militärcamp etwas abseits zwischen Bung und Cheskam gelegen. Die Angst, dass Rückkehrer nun Corona in die Dörfer verschleppen, ist berechtigterweise gross. Was geschieht, wenn dort die Pandemie wirklich ausbricht sei dahingestellt, denn Nottransporte in die Stadt kann sich kaum einer leisten und die kleine Klinik in Bung hat wohl seit November einen permanent anwesenden Arzt, aber keine Intensivstation.

In Bung wurde auch der Schulhausbau wieder aufgenommen. Allerdings können zur Zeit keine
Wellbleche für das Dach und kein Zement geliefert werden. Hält der Lockdown an, beginnt bereits die Monsunsaison, was wegen der schlechten Strassenpisten die Transporte zusätzlich erschweren und ebenso wie die Produkte selber stark verteuern wird.

Wie genau die wirtschaftlichen Folgen für die Bevölkerung in nächster Zukunft aussieht, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzbar. Aber durch ausbleibenden Tourismus werden grosse Probleme entstehen, die viele an die Existenzgrenze bringen. Unsere einzige Hoffnung bleibt, dass die ländlichen Gegenden als Wohnort wieder einen Aufschwung erleben, jetzt wo auch das Strassennetz grösser und die medizinische Versorgung etwas besser geworden ist. In den letzten Jahren vernachlässigte Felder könnten wieder bewirtschaftet und so mindestens die Ernährung etwas gesichert werden.

In Bhaktapur ist es auch ruhig ohne die ganzen Festivals. Die Regierung ist mit viel Polizeipräsenz sehr darauf bedacht, dass keine Menschenansammlungen entstehen. Der vorübergehende Gemüsemarkt auf dem Potterysquare ist deshalb auch bereits wieder aufgehoben worden, da zu viele Menschen aus anderen Quartieren zum einkaufen gekommen seien.