Aktuelles aus Tansania und Nepal März 21

Während wir hier in der Schweiz immer noch mehr oder weniger im Lockdown sind, spielt sich das Leben in Nepal und Tansania relativ normal ab. Das heisst aber nicht, dass Corona dort nicht vorhanden wäre – im Gegenteil!
In Tansania gibt der Präsident lediglich zu, dass viele Menschen an „viraler Lungenentzündung“ sterben. Eine andere Bezeichnung dürfen selbst Aerzte nicht verwenden. Und Tests sind nie „positiv“, sondern „nicht negativ“.

In einem Dorf nähe Arusha, wo wir auch in direktem Kontakt stehen, sterben täglich viele Leute. Für die Bevölkerung ist klar, dass sie an Covid sterben. Wenn eine Person in der Familie erkrankt, ist es aber nicht erlaubt, dass der Rest in Quarantäne geht, da die Familie sonst offiziell bestraft wird. Todesfälle darf man nicht mehr öffentlich verkünden. Die Regierung verbietet jegliche Erwähnung von Covid. Selbst Healthposts bekommen keinerlei Unterstützung und können somit auch keine Sauerstoffflaschen erstehen. Wir versuchen nun Details zu erfahren, um wenigstens dabei behilflich zu sein. Die Lokalbevölkerung lindert so gut es geht die Beschwerden mit lokalen Heilmitteln wie Zitrone, Ingwer und diversen Tees.

In unserer Projektregion Mlola Ward sind dem lokalen Team zum Glück aber noch keine Fälle bekannt.
Die 2. Projektphase beim WC Bau kommt gut voran. Daneben unterstüzen wir nun auch die Renovation der WC Anlage einer Primarschule .Viele Infos zum ganzen Projekt in Tanzania gibt es neu unter dem Projekttitel WC Bau Tansania.

Aus Nepal hören wir vor allem von den Töpfern aus Bhaktapur. Das Leben läuft dort mehr oder weniger normal, einfach nach wie vor ohne Touristen, was ein riesiges Problem für viele Nepali darstellt, weil nach wie vor Einkommen fehlt.
Kharijang ist zur Zeit auch noch in der Stadt, da er und seine Frau Prüfungen ablegen und Arbeiten einreichen müssen am College bzw an der Uni. Oft besteht Stromunterbruch in Bung . Darum fehlt regelmässiger Infoaustausch. Für dieses Jahr ist der Bau eines Spiel/Sportplatzes geplant. Aber uns fehlt bisher noch die klare Projektvorstellung. Daneben läuft der Schulbetrieb normal weiter. Bald ist das Schuljahr zu Ende und nepalesisches Neujahr wird gefeiert.

Die ersten Lieferungen mit Impfstoff sind in Bung angekommen. Wie aber die Impfkampagne genau ablaufen wird und wer sie bezahlt, wissen wir nicht.
Wir merken, dass uns gerade von Bung diverse Infos und ein regelmässiger Austausch fehlt, um auch kritische Punkte diskutieren zu können. Sobald es die Coronasituation zulässt, werden wir wieder nach Nepal reisen. Aber dazu brauchen wir vorerst wohl noch etwas Geduld.

Wir wünschen Euch allen einen guten Frühlingsbeginn und weiterhin gute Gesundheit !

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